SPD Münchweiler an der Alsenz

Die Rheinpfalz vom 07. Januar 2014

Veröffentlicht am 07.01.2014 in Ortsverein

Eisenberg
Immer noch kämpferisch

EISENBERG: Ehemaliger Ministerpräsident Kurt Beck beim SPD-Neujahrsempfang – Mitglieder geehrt

Durchaus kritisch mit der eigenen Partei, allerdings auch mit klaren Ansagen an den politischen Gegner und Koalitionspartner, gestaltete Kurt Beck, der ehemalige Ministerpräsident des Landes, seine Ansprache beim Neujahrsempfang der Eisenberger SPD am Sonntagabend im Gasthaus „Engel“ in Eisenberg. Beck war unter anderem in diese „Wiege der Sozialdemokratie“, wie der Gemeindeverbandsvorsitzende Reinhard Wohnsiedler das traditionsreiche Gasthaus nannte, gekommen, um langjährige und verdiente Mitglieder zu ehren. Dem Vorsitzenden selbst überreichte Gustav Herzog die Willy-Brandt-Medaille, für sein jahrelanges Engagement auf kommunalpolitischer Ebene.2013 sei vor allem ein Wahljahr gewesen, das der SPD nicht den gewünschten politischen Erfolg gebracht habe. Allerdings habe die Partei – auch durch den Mitgliederentscheid zur Großen Koalition – gezeigt, dass sie Demokratie in ihrer ursprünglichen Form bewahre. „Ich habe seit vielen Jahren nicht mehr eine solch intensive politische Diskussion erlebt, wie dies in den letzten Monaten vor der Regierungsbildung der Fall gewesen ist“, so Beck. Das Einbeziehen der Bürger sei die schwierige Herausforderung unserer Zeit, betonte er. Die SPD müsse jetzt vor der Kommunal- und Europawahl zeigen, dass sie bereit sei, Verantwortung zu übernehmen und politisch etwas zu bewegen. Aus den Erfahrungen der ersten Großen Koalition habe die Partei gelernt, diesmal werde sich die SPD nicht wieder die Butter vom Brot nahmen lassen. Beck nannte als primäre Ziele der SPD, sich dafür einzusetzen, dass sich Arbeiten in Deutschland lohne, und der Macht des Geldes und der Unternehmen einen wirkungsvollen Gegenpol entgegenzusetzen. Eindeutig sprach er sich für ein geeintes Europa aus, erinnerte daran, dass Deutschland zu 60 Prozent vom Export lebe und von dieser ausgeführten Gütermenge wiederum 60 Prozent in Europa abgesetzt werden. „Wir haben ein ausgesprochenes Interesse daran, dass Europa funktioniert.“

Der Berliner Politik und vor allem den Sonntagsrednern gab Beck mit auf den Weg: „Haltet doch endlich mal das Maul“ – ein Spruch, den er bereits einem Störer bei einem Fernsehinterview um die Ohren gehauen hatte. Deutlich sprach er sich gegen Populismus, gerade auch in der aktuellen Zuwanderungsdebatte, aus. Als Beispiel nannte er die Heiligen Drei Könige. „Die CSU hätte den mit dem Gold sicher noch einreisen lassen, die beiden anderen aber schon an der Grenze abgewiesen. Wie lässt sich das mit dem Begriff ,christlich’ im Parteinamen verbinden?“, fragte Beck. Insgesamt zeigte sich der ehemalige Ministerpräsident sehr kämpferisch und betonte, dass er mit Zuversicht ins Jahr 2014 gehe. (jös)

Ehrungen50 Jahre: Max Allmang, Karl-Ludwig Asel, Werner Breth, Werner Vogel;45 Jahre: Edgar Diehl, Otto Rommel, Franz Gerber, Angelika Kollmannsperger, Heinrich Schneider, Jürgen Stutzenberger, Gerhard Scheifling, Karl-Friedrich Dech;35 Jahre: Arnulf Adam, Manfred Brunßen, Karin Schwamm, Bernd Frey, Ulrike Haas-Wohnsiedler;30 Jahre: Werner Dein, Rainer Wohnsiedler, Liane Lacovara, Wolfgang Schwalb, Lothar Becksmann;25 Jahre: Jutta Wohnsiedler, Dieter Barth.

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.5
Datum: Dienstag, den 07. Januar 2014
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '91_26922721'
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